In ihren materialreichen Installationen nutzt Linda Weiß Praktiken wie Fermentieren, Kompostieren und Kneten, um gemeinsam mit mehr-als-menschlichen Kollaborateur:innen wie Pilzen und Bakterien geteilte Räume zu erforschen. Ausgehend von kontinuierlicher Recherche und gemeinsamer Alltagspraxis rückt sie ihr eigenes Eingebettetsein als Metabolismus ins Zentrum und folgt Spuren des zwischen- und (nicht-)menschlichen Miteinanders.
In Arbeiten wie der Raum-Klang-Installation Looking for Medusa (2023, mit Nina M. W. Queissner) verbinden sogenannte Docking Stations menschliche Akteur:innen und Betrachter:innen mit diesem relationalen Prozess. Sie versteht Kreisläufe als zyklische Anthropologie, die über das rein Menschliche hinausweist. Sie studierte Bildende Kunst an der HfG Offenbach und absolvierte das Meisterschülerinnen-Programm der ABK Stuttgart. Ihre Arbeiten wurden u. a. in Berlin, Frankfurt, Salzburg und Trondheim gezeigt.